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	<title>Kommentare zu: Sprachpfleger, Besserwisser und Rechtschreibpäpste</title>
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	<description>Das Einsteiger-Buch für das Web-CMS Joomla!</description>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://www.joomla-das-buch.de/2006/09/08/sprachpfleger-besserwisser-und-rechtschreibpaepste/comment-page-1/#comment-9034</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 08:53:25 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Elli,

deine Kritik an der &quot;neuen&quot; Rechtschreibung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Insgesamt bin ich mit den Neuregelungen sehr zufrieden. Die aus meiner Sicht einzige seltsame Neuregelung (Getrennt- und Zusammenschreibung) wurde gelockert.
Bei deinem Beispiel mit dem &quot;Laufenden&quot; vergisst du, dass dieser Satz, wie jeder andere auch, einen Kontext hat und man normalerweise gar nicht auf die Idee kommen sollte, hier huckepack genommen zu werden.
Ich will und kann mich jetzt nicht in sprachwissenschaftlichen Details ergehen, aber ich denke, gerade für Kinder, die Lesen und Schreiben lernen, ist die aktuelle Rechtschreibung einfacher und sinnvoller geworden (z. B. indem man Wörter mit vorangestelltem Artikel großschreibt). Viele Ausnahmen und unsinnige Regelungen der alten RS fielen weg.

Ansonsten: Gegen eine Rechtschreibreform zu demonstieren wäre blanker Hohn, wenn nicht einmal mehr gegen  Kampfeinsätze mit deutscher Beteiligung, Vorratsdatenspeicherung etc. richtig demonstriert wird. Es gibt aus meiner Sicht Wichtigeres als eine reformierte Rechtschreibung! Im Übrigens sind &quot;wir Deutsche&quot; einfach nicht kompetent genug, um über Sprache demokratisch abzustimmen. Das muss ich (bzw. müssen wir alle) leider jeden Tag sehen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Elli,</p>
<p>deine Kritik an der &#0187;neuen&#0171; Rechtschreibung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Insgesamt bin ich mit den Neuregelungen sehr zufrieden. Die aus meiner Sicht einzige seltsame Neuregelung (Getrennt- und Zusammenschreibung) wurde gelockert.<br />
Bei deinem Beispiel mit dem &#0187;Laufenden&#0171; vergisst du, dass dieser Satz, wie jeder andere auch, einen Kontext hat und man normalerweise gar nicht auf die Idee kommen sollte, hier huckepack genommen zu werden.<br />
Ich will und kann mich jetzt nicht in sprachwissenschaftlichen Details ergehen, aber ich denke, gerade für Kinder, die Lesen und Schreiben lernen, ist die aktuelle Rechtschreibung einfacher und sinnvoller geworden (z. B. indem man Wörter mit vorangestelltem Artikel großschreibt). Viele Ausnahmen und unsinnige Regelungen der alten RS fielen weg.</p>
<p>Ansonsten: Gegen eine Rechtschreibreform zu demonstieren wäre blanker Hohn, wenn nicht einmal mehr gegen  Kampfeinsätze mit deutscher Beteiligung, Vorratsdatenspeicherung etc. richtig demonstriert wird. Es gibt aus meiner Sicht Wichtigeres als eine reformierte Rechtschreibung! Im Übrigens sind &#0187;wir Deutsche&#0171; einfach nicht kompetent genug, um über Sprache demokratisch abzustimmen. Das muss ich (bzw. müssen wir alle) leider jeden Tag sehen &#8230;</p>
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		<title>Von: Elli</title>
		<link>http://www.joomla-das-buch.de/2006/09/08/sprachpfleger-besserwisser-und-rechtschreibpaepste/comment-page-1/#comment-9033</link>
		<dc:creator>Elli</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 20:53:53 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Martin,

ich krieg&#039; das Kotzen, wenn ich zufällig einen Roman erwische, der in neuer Rechtschreibung geschrieben ist. Wie mir letzte Woche passiert. Nachdem ich etwa 20 Seiten gelesen habe, flog das Buch (obwohl sehr spannend vom Inhalt) in die Mülltonne.
Ein Graus, wenn ich lesen muß: &quot;Halten Sie mich auf dem Laufenden.&quot; Herrgott! Ich kann doch niemanden auf einem Menschen festhalten der läuft! So war nämlich der Sinn des Satzes in der alten RS, wenn das Wort &quot;Laufenden&quot; großgeschrieben wird. In der neuen RS wird die Syntax in vielen Sätzen verhunzt, weil der Sinn nicht mehr klar ist.
Ich könnte jetzt noch Dutzende solche Beispiele bringen, aber das möchte ich Dir nicht antun!
Es ist schon beschämend, daß keiner den Mut aufbrachte, gegen die neue RS zu demonstrieren, gegen deren Abschaffung auf die Straße zu gehen, obwohl 71 Prozent der Bevölkerung die neue RS ablehnte.
Herrgott noch mal! Haben wir Deutsche denn kein Rückgrat mehr?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Martin,</p>
<p>ich krieg&#8249; das Kotzen, wenn ich zufällig einen Roman erwische, der in neuer Rechtschreibung geschrieben ist. Wie mir letzte Woche passiert. Nachdem ich etwa 20 Seiten gelesen habe, flog das Buch (obwohl sehr spannend vom Inhalt) in die Mülltonne.<br />
Ein Graus, wenn ich lesen muß: &#0187;Halten Sie mich auf dem Laufenden.&#0171; Herrgott! Ich kann doch niemanden auf einem Menschen festhalten der läuft! So war nämlich der Sinn des Satzes in der alten RS, wenn das Wort &#0187;Laufenden&#0171; großgeschrieben wird. In der neuen RS wird die Syntax in vielen Sätzen verhunzt, weil der Sinn nicht mehr klar ist.<br />
Ich könnte jetzt noch Dutzende solche Beispiele bringen, aber das möchte ich Dir nicht antun!<br />
Es ist schon beschämend, daß keiner den Mut aufbrachte, gegen die neue RS zu demonstrieren, gegen deren Abschaffung auf die Straße zu gehen, obwohl 71 Prozent der Bevölkerung die neue RS ablehnte.<br />
Herrgott noch mal! Haben wir Deutsche denn kein Rückgrat mehr?</p>
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	<item>
		<title>Von: Marcel Saft</title>
		<link>http://www.joomla-das-buch.de/2006/09/08/sprachpfleger-besserwisser-und-rechtschreibpaepste/comment-page-1/#comment-11</link>
		<dc:creator>Marcel Saft</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2006 12:19:01 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Martin,

was so ein halbes Jahr Hochschul-Abstinenz alles bewirken kann ;o) Man wird halt älter. Die Sache mit der Arroganz -- da hast du ganz Recht. Ich glaube, dass ich selbst auch &quot;ruhiger&quot; geworden bin, allerdings aus einem etwas anderen Grund: Die Jagd nach Regeln ist einfach keine Erfüllung. 
Bei der Beurteilung fremder Texte sollte man aber unterscheiden zwischen professionellen und nicht professionellen Schreibern: Dem Kneipenwirt sei es nachgesehen, wenn er seine Angebotstafel mit Apostrophen verziert. Was aber professionelle Schreiber angeht -- und dazu gehörst du wohl auch --, ist deine Aussage m. E. nicht haltbar:  

&quot;Ich betrachte eine korrekte Rechtschreibung und einen halbwegs anständigen Sprachstil mittlerweile als reine Höflichkeitsgeste des Schreibers gegenüber dem Leser.&quot;

Vielleicht hast du&#039;s nicht ganz so gemeint, wie&#039;s da steht; eine korrekte Rechtschreibung und ein nicht nur &quot;halbwegs&quot; anständiger Sprachstil sind nichts Geringeres als unser Handwerkszeug, die Basis unserer Arbeit! Klar vertippt man sich mal.
&quot;Jeder plappert die Sache mit dem Tod des Genitivs zugunsten des Dativs nach ...&quot; -- Vielleicht willst du dich bloß distanzieren von nachplappernden Laien. Wenn das so ist, meine ich: das musst du gar nicht, denn du spielst in einer ganz anderen Liga. Und in dieser Liga würde ich (z.B.) einen beanstandeten Apostroph nicht als Besserwisserei abtun.

Tja, und dann schreibst du ganz am Anfang was von &quot;selbsternannten Sprachpflegern, die [zum] Schutz vor denglischer Überfremdung aufrufen.&quot; -- Finde ich dann doch etwas daneben. Können wir mal drüber schwatzen, wenn du Lust hast. Ich überleg mir derweil, ob ich mich überhaupt angesprochen fühlen will ;o)


Gruß aus Ettlingen
Marcel -- der Bedienbarkeitstester ;o)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Martin,</p>
<p>was so ein halbes Jahr Hochschul-Abstinenz alles bewirken kann ;o) Man wird halt älter. Die Sache mit der Arroganz &#8211; da hast du ganz Recht. Ich glaube, dass ich selbst auch &#0187;ruhiger&#0171; geworden bin, allerdings aus einem etwas anderen Grund: Die Jagd nach Regeln ist einfach keine Erfüllung.<br />
Bei der Beurteilung fremder Texte sollte man aber unterscheiden zwischen professionellen und nicht professionellen Schreibern: Dem Kneipenwirt sei es nachgesehen, wenn er seine Angebotstafel mit Apostrophen verziert. Was aber professionelle Schreiber angeht &#8211; und dazu gehörst du wohl auch &#8211;, ist deine Aussage m. E. nicht haltbar:  </p>
<p>&#0187;Ich betrachte eine korrekte Rechtschreibung und einen halbwegs anständigen Sprachstil mittlerweile als reine Höflichkeitsgeste des Schreibers gegenüber dem Leser.&#0171;</p>
<p>Vielleicht hast du&#8217;s nicht ganz so gemeint, wie&#8217;s da steht; eine korrekte Rechtschreibung und ein nicht nur &#0187;halbwegs&#0171; anständiger Sprachstil sind nichts Geringeres als unser Handwerkszeug, die Basis unserer Arbeit! Klar vertippt man sich mal.<br />
&#0187;Jeder plappert die Sache mit dem Tod des Genitivs zugunsten des Dativs nach &#8230;&#0171; &#8211; Vielleicht willst du dich bloß distanzieren von nachplappernden Laien. Wenn das so ist, meine ich: das musst du gar nicht, denn du spielst in einer ganz anderen Liga. Und in dieser Liga würde ich (z.B.) einen beanstandeten Apostroph nicht als Besserwisserei abtun.</p>
<p>Tja, und dann schreibst du ganz am Anfang was von &#0187;selbsternannten Sprachpflegern, die [zum] Schutz vor denglischer Überfremdung aufrufen.&#0171; &#8211; Finde ich dann doch etwas daneben. Können wir mal drüber schwatzen, wenn du Lust hast. Ich überleg mir derweil, ob ich mich überhaupt angesprochen fühlen will ;o)</p>
<p>Gruß aus Ettlingen<br />
Marcel &#8211; der Bedienbarkeitstester ;o)</p>
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